5 Gründe, warum pflanzliche Fliegensprays synthetischer Chemie langfristig überlegen sind

Warum immer mehr Pferdehalter von der gelben Flasche mit Pyrethroid-Chemie auf Vier-Öle-Formeln umsteigen — und was sich für Ihr Pferd dadurch verändert.

Aktualisiert August 2026

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Wenn Sie seit Jahren dieselbe Fliegenspray-Marke kaufen und feststellen, dass sie jeden Sommer etwas kürzer wirkt, bilden Sie sich das nicht ein.

Die synthetische Chemie, auf der fast jede große Fliegenspray-Marke aufbaut, verliert seit Jahrzehnten an Wirksamkeit — und die Hersteller haben darauf mit Preiserhöhungen und zusätzlichen Wirkverstärkern reagiert, statt die Formel neu zu entwickeln. Es gibt inzwischen eine andere Kategorie von Insektenspray: eine, die nicht versucht, das Insekt zu töten, sondern Ihr Pferd für dieses schlicht unauffindbar macht. Hier sind fünf Gründe, warum das langfristig die klügere Wahl ist.


Pyrethroid-Resistenz: Anpassung der Tabanidae im Laufe der Zeit

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Pflanzliche Sprays nutzen einen völlig anderen Wirkmechanismus — einen, gegen den Insekten keine Resistenz aufbauen können.

Synthetische Fliegensprays basieren meist auf Pyrethroid-Chemie, die Insekten abtöten oder abschrecken soll, nachdem sie bereits auf dem Pferd gelandet sind.

Das Problem: Insektenpopulationen entwickeln über die Jahre hinweg zunehmend Toleranzen gegenüber diesem Wirkmechanismus — ein Effekt, der in der Entomologie seit Jahrzehnten für Pyrethroide bei Stall- und Hornfliegen dokumentiert ist.

Pflanzenöl-Sprays setzen einen Schritt früher an. Die vier ätherischen Öle — Citronella, Pfefferminze, Teebaum, Lavendel — wirken auf die Rezeptoren, über die stechende Insekten den Geruch eines Pferdes wahrnehmen. Das Insekt fliegt heran, kann die Duftspur nicht mehr richtig lesen, und fliegt wieder ab.

Gegen einen Mechanismus, der nicht versucht zu schaden, kann sich keine Resistenz bilden. Genau deshalb bleibt dieser Ansatz über Jahre hinweg wirksam, statt Saison für Saison nachzulassen.


Zu vermeidende Inhaltsstoffe und Produkte

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Der „Wirkverstärker" in den meisten Fliegensprays gilt als möglicherweise krebserregend.

Werfen Sie einen Blick auf die Rückseite der Fliegenspray-Flasche im Putzkasten. Steht dort Piperonylbutoxid, sehen Sie einen Stoff, den die US-Umweltbehörde EPA als „möglicherweise krebserregend beim Menschen" einstuft. Er tötet keine Insekten — dafür ist er gar nicht gedacht. Er sorgt lediglich dafür, dass die eigentlichen Wirkstoffe (Pyrethrine und Permethrin) bis zu viermal schneller über die Haut aufgenommen werden.

Permethrin selbst wird von der EPA als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft.

Pflanzenöl-Formeln kommen ganz ohne diesen Wirkverstärker aus, weil sie keine Chemikalien mit Gewalt durch das Außenskelett des Insekts pressen müssen — der Mechanismus braucht das schlicht nicht. Was auf Ihrem Pferd landet — und was Sie selbst beim Sprühen im Stall einatmen — sind ausschließlich die vier Öle in einer wasserbasierten Trägerlösung.


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Sie steigen aus dem ewigen Flaschen-Karussell aus.

Die meisten Pferdehalter, mit denen wir sprechen, haben im Putzkasten drei bis sechs verschiedene Fliegensprays stehen — das gelbe, das blaue, das teure aus dem Reitsportladen, die Empfehlung einer Stallkollegin, das Spot-on, auf das das Pferd mit Quaddeln reagiert hat. Jede Flasche ist nur halb leer. Keine davon hat lange genug zuverlässig gewirkt.

Das ist kein Zufall: Nachlassende synthetische Wirkstoffe sorgen dafür, dass immer wieder nach dem nächsten Produkt gesucht wird. Dieses Flaschen-Karussell ist ein zentraler Teil des Geschäftsmodells der großen Marken.

Ein Pflanzenöl-Spray mit funktionierendem Wirkmechanismus muss nicht rotiert werden. Die meisten Pferdehalter, die umsteigen, berichten, dass sie sich auf eine einzige Flasche einpendeln und dabei bleiben — weil der Mechanismus nicht nachlässt und keine Notwendigkeit besteht, ständig zum nächsten Produkt zu wechseln.


Unbehandelte Insektenstiche auf dem Fell eines Pferdes

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Pflanzenöle unterstützen die Heilung bereits vorhandener Stiche.

Synthetische Fliegensprays haben nur eine Aufgabe: Insekten fernzuhalten. Für Quaddeln, Krusten und wunde Stellen, die Ihr Pferd bereits von früheren Stichen hat, tun sie nichts.

Viele Halter greifen deshalb zusätzlich zu einem separaten Hautpflegeprodukt — Salbe, Wundwasser, medizinische Waschung — und verdoppeln damit ihren Bestand im Putzkasten.

Zwei der vier Öle in einer pflanzlichen Formel — Teebaum und Lavendel — sind für ihre hautunterstützenden Eigenschaften gut dokumentiert. Teebaum wirkt antimikrobiell und unterstützt das saubere Verkrusten bestehender Stiche. Lavendel beruhigt gereizte Haut und das überreizte Nervensystem eines Pferdes, das über eine Saison hinweg unzählige Male gestochen wurde.

Sie beugen also nicht nur neuen Stichen vor — Sie unterstützen auch die Heilung bereits vorhandener Schäden.


Canovelle Insektenschutzspray zwischen frisch geernteten Kräutern

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Unbedenklich für den Rest des Stalls — auch für Menschen, Hunde und Stallkatzen in der Nähe, wenn gesprüht wird.

Der Erste-Hilfe-Hinweis auf der Rückseite vieler synthetischer Fliegensprays lautet sinngemäß: „Bei Haut- oder Kleidungskontakt: kontaminierte Kleidung entfernen, Haut sofort mindestens 15 Minuten mit reichlich Wasser spülen, Giftnotrufzentrale kontaktieren." In der Anwendungsanleitung findet sich oft: „Tiere vor der Anwendung entfernen."

Das ist die Flasche, die zweimal täglich direkt auf ein Pferd aufgetragen wird — im Stall, durch den der Hofhund läuft, an dessen Zaun Kinder hängen, und in dem Sie selbst beim Sprühen über den ganzen Sommer hinweg in der Sprühwolke stehen.

Eine Pflanzenöl-Formel ist unbedenklich genug, dass die Sprühwolke, die Rückstände auf Ihren Händen und die Luft rund um das Pferd nicht dieselben langfristigen Bedenken mit sich bringen. Sie können Ihr Pferd einsprühen, während der Hund zu Ihren Füßen liegt, ohne zweimal darüber nachzudenken.